Allerseelen, 2. November, 19:00 Uhr

Requiem 

von Johann Evangelist  Habert

 

 

Margret Jablonski (links)   Violine

Susi Fabian                        Violine

 

Hans Permanschlager         Klavier

 

Peter Kogler                        Cello

 

Raminta Skurulskaite-Fuchs     Leitung

Lala Puluzyan                            Sopransolo

 

 

Johann Evangelist Habert wurde im Jahre 1833 im südböhmischen Oberplan geboren. Er entstammt einer Bäckerfamilie und besucht in Oberplan die Volksschule, deren Leiter sein Großvater war. 1848 kam er in Linz an eine der im 18. Jahrhundert gegründeten Normalschulen. Diese Schulen standen immer in Verbindung mit Lehrerbildungsanstalten. Aus ihnen ging später die sogenannte „Übungsschule“ hervor.

 

 Habert besuchte in Linz die Lehrerbildungsanstalt und schloss sie mit Erfolg ab. Im Jahre 1852 begann er seine Laufbahn als Lehrer in Naarn an der Donau, wurde nach Waizenkirchen versetzt und war ab 1860  als Stadtpfarrorganist in Gmunden tätig. Er gehört zu den wichtigsten Reformern der Kirchenmusik des 19. Jahrhunderts, gründete den österreichischen Cäcilienverein und gab die Zeitschrift für "Katholische Kirchenmusik“ heraus. Acht Jahre später war er Regens chori in Gmunden und als Organist und Chorleiter für alle Belange der Kirchenmusik zuständig.

 

Er komponierte 40 Messen, 3 Requien, Litaneien, Motetten, Lieder und Gesänge, sowie Klavierwerke, Kammermusik und Unterrichtswerke.

 

Ein beträchtlicher Teil seiner Werke wurde schon zu seinen Lebzeiten gedruckt, die Vokalstimmen allerdings in alten Notenschlüsseln. Dies dürfte auch der Hauptgrund sein, warum seine Werke derzeit kaum mehr zur Aufführung gelangen.

Bei dem vom chorus nicolai zu Allerseelen aufgeführten Requiem wurden die alten Notenschlüsseln in die heute gebräuchlichen umgeschrieben.

 

Johann Evangelist Habert starb am 1. September 1896 in Gmunden.